Liposcuction/Liposculpture/Fettabsaugen
Das chirurgische Fettabsaugen ist eine in den letzten 10 Jahren bis zur Perfektion entwickelte Methode geworden, mit welcher zuverlässig und anhaltend der eigene Körper in die „gewünschte Form“ gebraucht werden kann. Grundprinzip Mit dieser Operationsmethode wird in Narkose oder Teilnarkose durch minimal kleine Stichinzessionen das Fettgewebe an den unerwünschten Stellen bleibend entfernt. Damit ist eine Verbesserung der eigenen Körperästhetik mit allerkleinsten Risiken und ohne gesundheitliche Nachteile möglich. Insbesondere eignet sich diese Methode zur Beseitigung von Fettpolstern, welche anlagebedingt auch bei disziplinierter Nahrungsaufnahme praktisch nicht abzuhungern sind. Im Speziellen handelt es sich um individuelle anlagebedingte, teilweise hormonspezifische Fettgewebsansammlungen im Bereiche des Kinns, der Oberschenkel (Reithosen), des Gesäßes und der Hüften. Die Methodik der Liposuction ist in den letzten Jahren derart verfeinert worden, dass praktisch an jeder Körperstelle überschüssiges Fettgewebe, ohne Entstehung unschöner Narben, entfernt werden kann. Da bei dieser Methode nicht Fett, sondern die einzelnen Fettzellen entfernt werden, ist das unproportionierte Nachwachsen nicht mehr möglich. Auf diese Weise können gezielt zwischen 200g und 3000g Fettgewebe ohne gesundheitliche Risiken in einem einzigen Eingriff entfernt werden. Das Absaugen von Fettgewebe ersetzt aber die zukünftige disziplinierte Aufnahme von Kalorien, das Treiben von Sport und den gesunden Lebenswandel nicht. Es handelt sich dabei um eine ergänzende medizinische Massnahme, um seinem Körper in diejenige Form zu geben, die man sich erträumt hat. Wenn auch die Operations- und Folgekomplikationen außerordentlich selten sind, handelt es sich um einen medizinisch nicht notwendigen größeren operativen Eingriff, der deshalb eine ausführliche Besprechung und Risikoaufklärung zwischen Arzt und Patient verlangt. Falls Sie Interesse daran haben, Ihrem Körper den „Body-Shape“ zu geben, den Sie sich erträumt haben, so setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung und wir werden Sie an den entsprechenden operierenden Fachspeziallisten weisen. Er wird Sie detailliert über alle Vor- und Nachteile, über die Möglichkeiten und Grenzen des Fettabsaugens (Liposuction) beraten. Ablauf der Operation Vorgängig wird mit Ihrem operierenden Arzt besprochen, in welchen Regionen Fettgewebe abgesaugt wird. Sie erhalten dann vom Anästhesiearzt entsprechende vorbereitende und beruhigende Medikamente. Der Eingriff wird entweder in einer Vollnarkose durchgeführt oder unter entsprechender Sedation in einem Halbschlaf. Danach wird der Bereich, in dem das Fettgewebe abgesaugt wird, mit einer Flüssigkeit, welche injiziert wird, aufgeschwemmt. Es handelt sich dabei um eine Kochsalzlösung, welche angereichert ist mit einem Lokalanästhetikum und einem Mittel zur Gefässverengung. Von dieser Lösung wird zwischen 1 - 3 Liter in das Fettgewebe eingespritzt. Die Wirkung dieses Mittels beruht darin, dass die einzelnen Fettgewebszellen auseinandergedrängt werden und dadurch zur Fettabsaugung entsprechend vorbereitet sind. Im Anschluss werden mehrere kleine Stichinzisionen durchgeführt, durch welche, mittels einer Spezial-Saugsonde, das Fettgewebe abgesaugt wird. Der Eingriff kann, je nach Grösse der behandelten Fläche und der Menge des abzu-saugenden Fettgewebes, durchaus auch mehrere Stunden dauern. Im Anschluss an den operativen Eingriff werden Sie ein spezielles Kompressionsmieder erhalten, welches vorgängig ausgesucht und angepasst wird. Bei Operationen der Bauchregion genügt eine elastische Bauchbinde. Dieses Mieder ist dann für 2 Wochen, in der ersten Zeit Tag und Nacht zu tragen. Abweichungen von dieser Regel werden Sie mit Ihrem Spezialarzt direkt besprechen. Die verschiedenen Stichinzisionen (bis zu 5 oder 6 pro Absaugareal) werden offen gelassen, so dass mobilisiertes Fettgewebe und vorher infiltrierte Kochsalzlösung noch innerhalb der nächsten 48 bis 72 Stunden abfliessen können. Mögliche Komplikationen während oder nach der Operation Über allgemein mögliche Komplikationen, welche grundsätzlich bei jeder Operation auftreten können, werden Sie mittels separatem Merkblatt instruiert. Beim Fett-absaugen verbleiben von den kleinen Stichinzisionen nach einigen Wochen meist nur kleine braune Fleckchen zurück. Sonnenexposition sollte gemieden werden bis sich diese Inzisionsstellen (2 - 5 mm) wieder zurück in die Hautfarbe färben und un-sichtbar werden. Nur in ganz seltenen Fällen, bei einer Veranlagung zu Keloidbildung, können unter Umständen stärkere Narbenbildungen entstehen. Es ist völlig normal, dass sich nach dem Eingriff zwingend Blutergüsse bilden, welche die Haut bläulich und lila verfärben. Nur ausserordentlich selten und bei spezieller Veranlagung kann es vorkommen, dass Eisenablagerungen in der Haut nach einem Bluterguss zurück-bleiben und eine bleibende unschöne braune Verfärbung der Haut bleibt. Wir selbst haben eine solche Komplikation noch nie gesehen, müssen Sie aber auf alle theoretischen Möglichkeiten im Rahmen unserer Aufklärungspflicht aufmerksam machen. Da durch das Fettabsaugen auch Gefühlsnerven der Unterhaut strapaziert werden, kann es manchmal zu leichten Gefühlsstörungen der Haut im Bereiche der operierten Areale kommen, welche sich im Allgemeinen innert vier bis sechs Wochen vollständig zurückbilden. Bleibende Gefühlsstörungen oder gar Störungen der Mimik im Gesicht sind ausserordentlich selten, können aber nie mit allerletzter Garantie ausgeschlossen werden. Eine Fettembolie mit Gesundheitsbedrohung und entsprechender Atemnot oder gar eine dadurch resultierende schwerwiegende, bleibende Bedrohung der Gesundheit oder des Lebens kommt ausserordentlich selten vor ( 1:80'000). Uns sind bisher nur Komplikationen in solchen Fällen bekannt, bei welchen gleichzeitig mehrere Eingriffe nebst dem Fettabsaugen durchgeführt wurden und die Patienten auch längere Zeit immobillisiert waren. Die Komplikationsrate kann steigen, wenn zusätzlich vorbe-stehende Allgemeinerkrankungen bekannt sind. Um solche Risiken weiter zu minimieren, können Sie bereits am Operationstag aufstehen und sollen ihren Kreislauf vom ersten Tag an gut aktivieren. Ab dem nächsten Tag können und sollen Sie viel spaziere. Leichte Gymnastik sowie vorsichtige Massagen mit Body-Lotion und Venencremes sind ab dem 3. – 4. Tag erlaubt. Kleine Hautunebenheiten oder Dellen nach erfolgter Fettabsaugung treten ca. in einem Fünftel der Fälle auf und sind dadurch bedingt, dass das Fettgewebe selbst eine lappige, oft inhomogene Struktur besitzt. Solche Unebenheiten können später durch kleine Korrekturen, welche Touch-Up’s genannt werden, beseitigt werden. Solche Touch-Up’s, sofern nötig, sind im Preis der Gesamtbehandlung inbegriffen und werden, sofern sie durch den gleichen Operateur wie bei der Erstoperation durchgeführt werden, kostenlos erfolgen. Es muss hier noch einmal erwähnt werden, dass das Gesamtrisiko von Komplika-tionen beim Fettgewebsabsaugen sehr, sehr klein ist, aber ein Nullrisiko auch be-züglich einer ganz seltenen Ausnahmekomplikation nie ausgeschlossen ist. Diesem Umstand muss der Patient besonders Rechnung tragen, da das Fettgewebeabsaugen nicht einer medizinischen Notwendigkeit, sondern einem kosmetischen Bedürfnis entspricht. Verhalten nach der Operation Die Operation wird entweder kurzstationär (ambulant) oder stationär durchgeführt. Innerhalb der ersten 48 bis 72 Stunden kommt es zu weiterem Abfließen von Flüssig-keit aus den Stichinzisionsstellen. Bereits jetzt schon dürfen Sie sich waschen oder abduschen. Infektionen als Komplikation sind sehr, sehr selten, müssen aber bei Auf-treten umgehend antibiotisch behandelt werden. Um das Fettgewebe in die optimal gewünschte Form zu bringen sind entsprechende Kompressionsverbände (Mieder, Bauchbinden, Kinnbinden) für mindestens zwei Wochen zu tragen. Damit die kleinen Narben der Stichinzisionen möglichst unsichtbar abheilen, ist die Sonnenexposition im Bereiche der Narbenstellen für längere Zeit, im Bereiche der Operationsstelle für mindestens sechs Wochen zu meiden. Eine leichte Massage durch speziell geschulte und instruierte Fachleute ist empfehlenswert und verbessert die Heilung. Massage-Öle sind ab der zweiten Woche erlaubt und sinnvoll. Die operationsbedingten Schmerzen werden mit Schmerzmitteln minimiert. Häufig hat man das Gefühl eines massiven Muskelkaters. Ihr Arzt wird Sie über die Anwendung der richtigen medika-mentösen Schmerzlinderung beraten. Schwellungen, Blutergüsse und Verhärtungen können bis zu mehreren Wochen bestehen, bilden sich aber immer vollständig zurück. Das definitive Resultat ist daher nicht vor 6 Monaten zu erwarten. Sollte nach der Operation irgendeine Komplikation (Entzündung) oder eine Unklarheit bezüglich der Nachsorge bestehen, so wenden Sie sich umgehend an ihren operierenden Arzt oder an den von ihm benannten Stellvertreter. Die moderne Methode des heutigen Fettabsaugens unterscheidet sich sehr von den noch vor kur-zem durchgeführten Operationsformen. Nur sehr wenige mit der operativen Methode des Fettabsaugens vertraute Ärzte kennen die richtigen Massnahmen. Zu spät eingeleitete oder falsche Massnahmen könnten zu unnötigen zusätzlichen Komplikationen führen. |
